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Motorsegelfliegen im Aero-Club Bünde e.V.

Wer Segelflieger werden will, muss etwas mehr Freizeit, Geduld, Ausdauer und Einsatzbereitschaft mitbringen, da für diese Art des Flugbetriebs als Fremdhilfe eine komplette Mannschaft erforderlich ist.

Die andere Art der Flugausbildung bieten eigenstartfähige Motorsegler. Nach dem Start fliegen sie wie Segelflugzeuge in der Thermik oder im Hangaufwind, z. B. am Wiehengebirge. Lässt der Aufwind einmal nach, so dient der Motor als Flautenschieber. Das Nachhausekommen ist damit kein Problem.

Motorsegler können mit einer Tankfüllung, bei einem Verbrauch von 10 l Superbenzin / Flugstunde, bis zu 700 km weit fliegen. Flüge zu den Nordseeinseln oder den Alpen sind ohne weiteres möglich. Er bietet also auch die Vorteile des Motorfliegens.

Segelflieger, die auf Frühjahr und Sommer angewiesen sind, sehen im Motorsegler eine angenehme Überbrückung des thermiklosen Winters, um fliegerisch fit zu bleiben.

Die Ausbildung ist ähnlich wie beim Segelflug. Da diese Art des Fliegens nicht so personal- und zeitintensiv ist und die Schulung mit dem Motorsegler ganzjährig angeboten wird, kann diese Ausbildung in einem kürzeren Zeitabschnitt absolviert werden.

Zusätzlich zu den Inhalten der Segelflugausbildung erfolgt eine theoretische und praktische Einweisung in Motorenkunde und Funknavigation. Es werden bei den Ausbildungsstunden radargeführte Flüge in Kontrollzonen (Schutzzonen von Verkehrsflughäfen) und Start und Landungen auf Verkehrsflughäfen trainiert.

Die Motorseglerausbildung endet mit einer theoretischen Prüfung vor einem Prüfungsrat, einem 300 km-Dreiecksflug, mit Landungen auf fremden Flugplätzen und einer einstündigen praktischen Prüfung.

 

  

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